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Was ist Rohkost?


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Ich befasse mich hier mit überwiegend veganer Rohkost, überlege aber mich in der nächsten Zeit auch mal mit vegetarischer Rohkost auseinander zu setzen. Aber was versteht man darunter?



Unter Rohkost versteht man Nahrung, die möglichst naturbelassen und nicht bis kaum erhitzt ist. Unter veganer Rohkost versteht man Obst, Gemüse, Früchte, Salatpflanzen (Blattgrün), Kräuter und Wildkräuter, Pilze, Nüsse, Samen und auch milchsauervergorene Lebensmittel wie rohes Sauerkraut und ähnliches. Blattgemüse ist die Basis und Grundlage der Ernähung, was auch zur Versorgung mit Proteinen dient. Bei vegetarischer Rohkost kommt noch die Lebensmittelgruppe der Rohmilchprodukte (Rohmilch, Rohmilchkäse und Rohmilchbutter) und Eier hinzu. Honig wird manchmal auch von veganen Rohköstlern verwendet, würde aber streng genommen in die Gruppe der vegetarischen Rohkost fallen. Bei nicht-vegetarischer Rohkost werden auch tierische "Produkte" verzehrt. Fisch wie Lachs, Forellentartar, Thunfisch (u.ä.) und rohe Fleischsorten (Schinken, Tartar, Carpaccio aber auch rohes Hirn, Leber und Innereien) bereichern hier den Speiseplan.

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Braucht man denn nicht mal etwas Warmes?


Wie weiter oben bereits erwähnt bedeutet Rohkost, dass man keine erhitzten Lebensmittel zu sich nimmt (nicht gebacken, nicht gebraten, nicht gekocht oder pasteurisiert). Die Nahrung wird also möglichst naturbelassen aufgenommen. Das muss allerdings keineswegs heißen, dass man ab nun nur noch kalte Speisen ißt. Schonend erwärmte Nahrung (bis maximal 42° Grad) gilt immer noch als roh. Ab ca. 42° Grad  werden Vitalstoffe wie Enzyme, Vitamine oder essentielle Fettsäuren zerstört, der Nährwert der Lebensmittel nimmt rapide ab. Benutzt man zum Beispiel einen Trockner (Dehydrator/Dörrgerät) kann man seine Lebensmittel schonend erwärmen und auch mal eine warme Rohkostsuppe löffeln. Ich "backe" im Dörrer mein (Rokost-)brot und im Sommer übernimmt die Sonne diesen Job.

Zu Beginn der Ernährungsumstellung ist es (gerade auch im Winter!) nicht immer leicht. Jedoch berichten viele langjährige Rohköstler, dass das körperliche Kälteempfinden abnimmt, der Körper würde besser durchblutet und so sinkt auch das Verglangen nach von außen zugeführter Wärme, wie z.B. eine heiße Suppe nach einem Winterspaziergang. Trotzdem sollte man in der kalten Jahreszeit verstärkt darauf achten, dass man wärmende Lebensmittel zu sich nimmt. Ich spreche hier aus meiner eigenen Erfahrung, mein erster "roher" Winter war schrecklich kalt. Ich habe nur gefroren, denn ich wußte einfach nicht, dass es auch wärmende Nahrungsmittel gibt, die nicht gerade Ingwer und Chili heißen...


Als wärmendes Obst und Gemüse nennt u.a. die traditionelle chinesische Medizin: Zwiebeln, Fenchel, Lauch, Kürbis, Paprika, Ingwer, Chili, Peperoni, Marillen, Pfirsiche, Aprikosen, Knoblauch, Kirschen, Poree, Weintrauben und Kohlarten. Wärmende Gewürze (bei uns bekannt als traditionelle Wintergewürze) sind unter anderem z.B. Anis, Chili, Wacholder, Rosmarin, Kümmel, Thymian, Pfeffer, Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken, Majoran und Petersilie. Als wärmender Tee werden Teesorten wie Yogitee, Ingwer-, Wacholder-, Beifuß-, Fenchel- und Rosmarin-Tee empfohlen. 

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